Am 17. Oktober fand im Hülser Bruch die Schleppjagd der Reiterfreunde Luisenhof, des Krefelder Reit- und Fahrvereins und des Reitervereins Bayer Uerdingen statt.
Als Jubiläumsverein hatte der Reiterverein Bayer Uerdingen die Organisation übernommen. Etwa 70 Reiter folgten der Equipage des Cappenberger Schleppjagdvereins und ihrer gut trainierten Foxhound-Hundemeute auf der gelegten Duftspur (Schleppe). Die Krefelder Parforcehornbläser riefen zum Stell-Dich-Ein und bliesen bei Stopps, an der Strecke und beim Halali die traditionellen Kommandos.
Ein springendes Feld, ein nicht springendes Feld und ein Jugendfeld gingen auf die ca. 15 km lange Strecke. Zwei Stopps mit bereitstehenden Getränken und Verpflegung garantierten Erholungspausen für Mensch und Tier.
Die Hunde wurden unterwegs an weiteren Stopps mit zusätzlichen Wassertränken versorgt. Teilnehmer wie Zuschauer berichteten von einer diszipliniert und unfallfrei verlaufenen Jagd. Das abschließende Halali für die Reiter samt einer Fütterung für die Hunde auf dem Springplatz des Reiterverein Bayer Uerdingen beendete die Schleppjagd 2009.
Die gut verlaufene Jagd wurde durch den Tod eines Meutehundes überschattet, der bei der Anreise im Spezialtransporter aus uns bisher unbekannter Ursache schwer verletzt wurde, so dass er an der Jagd nicht teilnehmen konnte und von einer Tierärztin in ihrer Praxis eingeschläfert wurde. Die BILD-Zeitung berichtete dazu am 19.10.2009.
Treibjagden – so der verwendete Begriff im BILD-Artikel – sind in Deutschland verboten und das bereits seit den 1930er Jahren. Der Reiterverein Bayer Uerdingen e.V. lehnt solche Jagden ab und verwahrt sich gegen die Darstellung der BILD, Veranstalter einer „Treibjagd“ zu sein oder der einer „Gaudi für Reiche“. Die seit vielen Jahren im Hülser Bruch einmal jährlich durchgeführte Jagd ist eine Schleppjagd. Bei ihr wird kein Wild gejagt, sondern eine dafür ausgebildete und geführte Hundemeute folgt einer ausgelegten Duftspur (sog. Schleppe), der wiederum die Equipage (Hundeführer) und die Reiter in geordneten Feldern folgen. In der Hauptsache geht es hierbei um die Arbeit der Meute, dem Zusammenspiel zwischen Reiter, Pferd und Hunden und der Traditionspflege.
Der überwiegende Teil der Jagd verläuft über die im Hülser Bruch vorhandenen, ausgewiesenen Reitwege und nur zum geringen Teil über für diesen Tag dazu freigegebene Weideflächen. Die Jagd im Hülser Bruch wird durch drei benachbarte Reitervereine alljährlich ausgerichtet und vorsorglich, wie auch bei anderen Sportveranstaltungen vorgeschrieben, durch einen Humanmediziner, Rettungssanitäter, Tierarzt, Tiernotfallanhänger sowie die Polizei begleitet.
Seit vielen Jahren reist zu dieser Jagd der Cappenberger Schleppjagdverein e.V. mit einer ausgebildeten Hundemeute an. Wie es zu der Verletzung der Foxhound-Hündin aus der Meute kommen konnte, entzieht sich unserer genauen Kenntnis. Die Hündin wurde bei Ankunft im LKW verletzt vorgefunden. Helfer haben dem Cappenberger Schleppjagdverein auf deren Nachfrage die nächstgelegene Tierarztpraxis empfohlen, die auch unmittelbar aufgesucht wurde. Die Tierärztin schläferte den Hund ein.
Auch wir bedauern dieses Ereignis und sehen den Cappenberger Schleppjagdverein e.V. mit ihm einvernehmlich in der Pflicht, die Ursache für die schweren Verletzungen des Hundes aufzuklären, uns darüber zu berichten und alles Notwendige zu unternehmen, damit ein solches oder vergleichbares Ereignis in Zukunft sicher verhindert wird.
Am 10. und 11. Oktober fand auf unserer Anlage in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Krefeld die Stadtmeisterschaft der Krefelder Reitvereine statt.